Alles


 

Dies ist die Geschichte von Helen, meiner Frau, und von Jeremy, der eigentlich Ferdinand Mosbacher hieß, Helens erster Ehemann war, dann verschwand und für viele Jahre alle glauben gemacht hatte, er sei tot, bis er an einem regnerischen Oktobertag in unserem Café auftauchte und damit das schmucklose, beständige Leben, das Helen und ich uns gemeinsam aufgebaut hatten, durcheinanderbrachte.

Ich nehme an, es ist auch meine Geschichte.

Und doch verstehe ich meine eigene Rolle darin am wenigsten. Vielleicht geht einem das immer so, wenn man aufs eigene Leben blickt. Vielleicht könnte Jeremy mehr dazu sagen. Jeremy, der eigentlich Ferdinand hieß. Aber das ist wohl auch egal.
Jetzt, wo er tot ist.

 

–––

 

Ein kleines Café an der Ostsee. Eine Insel, die zwar genau genommen keine ist, auf der Lukas Seeger aber mehr als zufrieden ist mit seinem ruhigen, gleichförmigen Leben.
Als der totgeglaubte erste Ehemann seiner Frau aus heiterem Himmel im Café auftaucht, nehmen Ereignisse ihren Lauf, die Lukas zwingen, sich auf eine Reise zu begeben, zunächst in die Sümpfe im tiefen Süden der USA und dann in die Wildnis der roten Wüste von Utah.

 

Nach seinem atmosphärischen Debütroman Nach der Parade (2019), der auf der Shortlist des Thaddäus-Troll-Preises stand, erzählt Moritz Hildt in Alles eine ebenso fesselnde wie erschütternde Geschichte darüber, wie gut man die Menschen, die einem besonders nahe sind, überhaupt kennen kann – und welches Maß an Wahrheit nötig ist, welches gut, und welches gefährlich.

 

Der Roman stand auf der Shortlist für den Thaddäus-Troll-Preis 2020.

 

Eine Leseprobe und weitere digitale Appetithappen gibt es auf der Verlagsseite zum Roman:

https://duotincta.de/kulturgut/alles/

 

Stimmen zum Roman:

 

"Es ist erstaunlich, je mehr man dem Rätsel auf die Spur kommt, desto gelassener liest man, eingeschworen auf das Tempo und die Wahrnehmung. Denn Moritz Hildt, der schon in seinem Erstling Nach der Parade die Handlung in den Süden der USA verlegt hat, ist ein überzeugter Südstaaten-Fan, der die Luft der Südstaaten auf dem Papier ausatmet und in faszinierende Landschaftsgemälde umwandelt."

(Astrid Braun, Geschäftsführerin des Stuttgarter Schriftstellerhauses. Die vollständige Besprechung findet sich hier.)

 

"Hildts Beschreibungen des Landes, der Menschen, sind eindringlich. (...) Gegenwart, Vergangenheit, Landschaft und Menschen, ihre Geschichten, ihre Fehler, ihr Suchen verschmelzen. Hildt lässt seine Zuhörer zurück mit Bildern, die an einen Wenders-Film gemahnen."

(Thomas Morawitzky im Reutlinger Generalanzeiger vom 30.1.2021, über eine Lesung am d.a.i. Tübingen)

 

"Mit seiner realistischen, zwischen Unaufgeregtheit und Taumel changierenden Prosa, erzählt Moritz Hildt von dem radikalen Wandel eines Individuums. Eine Prosa, der wir gerne folgen."

(Gérard Otremba, Chefredakteur von soundsandbooks.com. Die vollständige Rezension findet sich hier.)

 

"Es ist die große Erzählkunst von Moritz Hildt, einen Ton zwischen Lakonie und Lebhaftigkeit anzuschlagen. Das gelingt ihm, wie das den großen amerikanischen Autoren gelungen ist."

(Michael M. Seehoff, Elsternest-Blog. Die vollständige Rezension ist hier zu haben.)

 

 

 

 

Moritz Hildt

Alles

Roman, 268 Seiten

ISBN 978-3-946086-56-7, 17 Euro

 

Zu kaufen überall im Buchhandel, analog wie digital, in letzterem Fall auch direkt beim Verlag.